Uganda – das Land der Menschen

Uganda ist ein ostafrikanisches Binnenland, das im Norden an den Südsudan, im Osten an Kenia, im Süden an Tansania, im Südwesten an Ruanda und im Westen an die Demokratische Republik Kongo grenzt. Die Grenzen zu Tansania und Kenia verlaufen teilweise durch den Lake Victoria.

Zur Landschaftsvielfalt tragen das Ruwenzori-Gebirge mit seinen schneebedeckten Gipfeln ebenso wie der riesige Victoriasee bei. Zur artenreichen Tierwelt gehören Schimpansen und seltene Vogelarten. Der abgelegene Bwindi-Impenetrable-Nationalpark ist ein Schutzgebiet für Berggorillas.

Der Murchison-Falls-Nationalpark im Nordwesen ist bekannt für seinen 43 m hohen Wasserfall und seine Wildtiere wie beispielsweise Nilpferde.

Der Landesname bedeutet „Land der Menschen“ und leitet sich von dem Königreich Buganda ab, das bis Ende des 19. Jahrhunderts die stärkste Macht in der Region war. Um 1860 entdeckten die ersten Europäer die Quelle des Nils, und es begann die europäische Kolonialisierung Ostafrikas. 1894 wurde Uganda britisches Protektorat, die koloniale Wirtschaft förderte den Baumwoll- und Kaffeeanbau. In den 50er Jahren wurde ein Dekolonisierungsprozess in Gang gesetzt, 1958 fanden die ersten Parlamentswahlen statt. Im Oktober 1986 wurde das Land unabhängig.

Nach den Schreckensdiktaturen von Milton Obote und Idi Amin wurde nach einem erfolgreichen Guerillakrieg 1986 Yoweri Kaguta Museveni zum Staatsoberhaupt der Präsidialrepublik gewählt. Er ist nach mehreren Wiederwahlen bis heute im Amt.

Land und Leute
Gesamtfläche des Landes: 241.038 Quadratkilometer
Gesamtbevölkerung: 42,86 Millionen (2017) mit über 40 ethnischen Volksgruppen
Hauptstadt: Kampala mit etwa 1,35 Millionen Einwohnern
Amtssprachen: Englisch und Swahili (neben zahlreichen Landessprachen)

Wirtschaft
Landeswährung: Uganda-Schilling
Hauptausfuhrgüter sind Kaffee, Tee, Fisch aus dem Lake Victoria und Tabak. Der Anteil des Bananenanbaus an der Weltproduktion liegt bei 11 %.
Ca. 82 % der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft beschäftigt, viele Bauern bauen jedoch ausschließlich für den Eigenbedarf an.

Uganda gehört zu den ärmsten Ländern der Welt (laut Wohlstandsindex der Vereinten Nationen 2017 liegt es an der 162. Stelle, Österreich liegt vergleichsweise an der 20. Stelle). Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 59 Jahre (2016).

Schulsystem
Fast 48 % der Bevölkerung ist unter 14 Jahre alt, daher kommt dem Schulsystem ein besonderer Stellenwert zu.

Schulpflicht besteht für Kinder unter 15 Jahren, jeder Einwohner hat Anspruch auf 7 Jahre Unterricht. Vielen Kindern ist der regelmäßige Schulbesuch jedoch auch heute noch unmöglich, weil sie entweder aktiv zum Lebensunterhalt beitragen bzw. auf jüngere Geschwister aufpassen müssen, oder die zusätzlichen Kosten des Schulbesuchs (Schuluniform, Bücher, Materialien etc.) nicht aufgebracht werden können. Deshalb drücken gelegentlich auch Erwachsene die Schulbank, denen dies als Kind verwehrt war.

Das Schuljahr umfasst drei Terms und endet im Dezember. Nach jedem Term gibt es ein Zeugnis, das dritte Zeugnis entscheidet über die Versetzung. Das Schulgeld muss zu Beginn des Trimesters bezahlt werden.

Schultypen:
Nursery (Kindergarten)                                 3 Jahre             3 – 6 Jahre
Primary (Grundschule)                                  7 Jahre             6 – 13 Jahre
Secondary (Mittel- und Oberschule)         6 Jahre          13 – 19 Jahre
Der Abschluss UACE (Uganda Advanced Certificate of Education) berechtigt zum Besuch einer Universität.